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Drei frei fliegende Kugeln sausen derzeit im Inneren der Internationalen Raumstation ISS herum. Verwendet die Crew von Expedition 18 sie, um ihre Lichtschwert-Kampffähigkeiten zu verbessern?zuLuke Skywalker oder ihre Fähigkeit, UFOs zu erkennen, zu verbessern? Nein, diese kugelförmigen Satelliten in Bowlingkugelgröße sind Teil eines Experiments, das von Studenten des Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelt wurde, um autonome Rendezvous- und Andockmanöver für zukünftige Formationsflug-Raumschiffe zu testen. Diese farbcodierten Roboter namens SPHERES – was für Synchronized Position Hold, Engage, Reorient, Experimental Satellites steht – fliegen innerhalb der ISS und testen verschiedene Flugformationen. Aber damit muss man in der freien Zeit auf der Raumstation viel Spaß haben: Zero-G-Bowling oder Weltraum-Volleyball, irgendjemand?
Die Astronauten Greg Chamitoff, Mike Fincke und der Raumfahrtteilnehmer Richard Garriott posierten mit SPHERES. Bildnachweis: NASA
Jeder Satellit ist mit Energie, Antrieb, Computern und Navigationsgeräten in sich abgeschlossen. Die Ergebnisse sind wichtig für die Satellitenwartung, die Fahrzeugmontage und die Konfigurationen von Raumfahrzeugen für den Formationsflug. Eine zukünftige Formationsflugmission ist das Terrestrial Planet Finder Interferometer, bei dem mehrere kleine Fahrzeuge in Formation fliegen, um ein umlaufendes Infrarot-Interferometer zu schaffen.

Terrestrial Planet Finder Interferometer-Array.
Im Erfolgsfall könnten diese Minisatelliten und ihre potenziell größeren Versionen andere Satelliten auftanken/reparieren, eine Positionierung um weltraumgestützte Teleskope herum einrichten und Weltraum-Docking-Routinen unterstützen. Kampfdroiden würden also zu Wartungsdroiden werden.
Und kleinere Missionen mit mehreren Satelliten sind wirtschaftlich und bieten Redundanz. Anstatt einen großen, schweren Satelliten zu starten, ist es einfacher, viele kleine zu starten. Sie können die Erde im Tandem umkreisen, wobei jeder seinen eigenen kleinen Teil der Gesamtmission erledigt. Wenn eine Sonneneruption einen Satelliten zerstört – kein Problem. Der Rest kann seine Reihen schließen und weitermachen. Auch die Startkosten werden gesenkt, da winzige Satelliten in größeren Nutzlasten mitfahren können und fast kostenlos ins All gelangen.
Die SPHERES können auch die Fähigkeit testen, Raumschiffe im Orbit zu bauen. Eine Möglichkeit, ein größeres Schiff zum Beispiel zum Mars zu bauen, besteht darin, es Stück für Stück in der Erdumlaufbahn zusammenzubauen. Die SPHERES helfen Ingenieuren, Software zu entwickeln, mit der die Teile eines Raumschiffs zusammengeführt werden können.
Quellen: [E-Mail-geschützt] , NASA , MIT